Energiesparhaus

Das Energiesparhaus zählt zu den Haustypen, die heute beliebter denn je zuvor sind. Nicht zuletzt lässt sich diese Tatsache natürlich auf den stark angestiegenen Energieverbrauch zurückführen, der alleine zwischen 1970 und 2005 um das Doppelte gestiegen ist. In der gleichen Zeit stagnierte der Anteil erneuerbarer Energien aber auf dem Level von 1970. Dadurch explodierten auch die Kosten für herkömmlich hergestellte Energie.

Das Energiesparhaus beliebter denn je

Energiesparhäuser
Energiesparhäuser in Deutschland – sparen Sie bei Ihren Kosten

Das Energiesparhaus will ähnlich wie das Passivhaus nun dafür sorgen, die Kosten für Energie, Heizung und Co. so gering wie möglich zu halten. Es entspricht speziellen Bestimmungen, die vom Gesetzgeber in der Energieeinsparverordnung das letzte Mal im vergangenen Jahr verschärft wurden. Ein modernes Energiesparhaus zeichnet sich durch besonders gute Dämmung und Isolation aus. Auf Wunsch kann es mit alternativen Energiequellen, wie einer Solaranlage oder einer Pelletsheizung ausgestattet werden. Das sind natürlich nur zwei Beispiele für die Vielfalt der alternativen Nutzung und Gewinnung von Energie.

Doch nicht nur aufgrund der langfristigen Einsparungen bei Energiesparhäuser erfreut sich diese Hausform seit Jahren einer steigenden Beliebtheit. Im Zuge des Umweltschutzes und der Unterstützung alternativer Energien fördert auch die Regierung diese Häuser mit attraktiven Fördermitteln. Dazu zählen zinsgünstige Kredite für den Bau eines Energiesparhauses ebenso, wie Zuschüsse für die Modernisierung.




Diese Förderprogramme werden zum größten Teil von der KfW, der Kreditanstalt für Wiederaufbau, vergeben. Sie können von jedem künftigen Bauherrn beantragt werden. Wichtig ist nur, dass die Beantragung vor der Beauftragung von einzelnen Unternehmen oder der Unterzeichnung des Kaufvertrages erfolgt, genau wie bei denkmalgeschützten Fachwerkhäusern. Denn eine nachträgliche Gewährung der Fördermittel ist nicht möglich. Ebenfalls ist darauf zu achten, dass die Fördermittel über die Hausbank beantragt werden müssen. Direkt bei der KfW kann der Antrag nicht eingereicht werden.

Arten von Energiesparhäusern

Hinweis: Es gibt verschiedene Arten von Energiesparhäusern. Je nachdem auf welche Weise nun Energie zusätzlich gewonnen wird oder vorhandene Energie gespart wird, werden die Typen von Energiesparhäusern eingeteilt.

  • Das Passivhaus:

    Was ist das Besondere an Energiesparhäusern? Es nutzt, wie der Name schon sagt, passive Energiequellen.  Darunter fallen Dinge wie die Erhitzung von Geräten oder auch die Erwärmung der Hausbewohner. Hier wird dann zB. mit Wärmetauschern eingebaut in die Be- und Entlüftungsanlage.  Der komplette Luftaustausch des Gebäudes wird hier bewerkställigt. Das Bedeutet aber auch, das die Bewohner nicht mal zwischendurch Lüften können. Man würde dabei die Energie zum Fenster rauswerfen, welche das System nutzt, um zu heizen bzw. warmes Wasser bereit zustellen. Aber ein Passivhaus ist nicht dazu gemacht auf eine zusätzliche Energiequelle zu verzichten. Man muss also beiheizen.




  • Das Niedrigenergiehaus:

    Das Niedrigenergiehaus ist auch kein Haus, das ohne Heizung auskommt. Es benutzt hauptsächlich die neueste Technologie, um Energie zu sparen.  Damit sind ökonomische Heizanlagen  zB. gemeint, welche durch technische Inovation gegenüber ihren Vorgängergeräten erheblich geringeren Energieverbrauch bei selber Leistung. Dazu kommen dann noch weitere Massnahmen wie neue Wärmedämmung oder ähnliches, die die Energieim Haus halten ohne dabei selbst Energie verbrauchen.

  • Das Nullenergiehaus:

    Energie sparen mit einem Energiesparhaus
    Energie sparen mit einem Energiesparhaus – Jetzt informieren

    Das Nullenergiehaus benötigt, wie der Name schon aussagt, Null Energie zusätzlich. Die wichtigste Komponente dieser Variante ist die Dämmung. Daraufhin sollte der gesammte Bau ausgelegt sein.  Es werden bei diesem Haus-Type konsequent alle Außenbauteile ohne Wärmebrücken geplant.  Damit die Lüftungsanlagen effizient arbeiten können muss dafür gesorgt werden, dass man Fenster und Türen nicht ohne weiteres offen stehen lassen kann.

  • Das 3 Liter Haus:

    Der Begriff 3 Liter Haus ist angelehnt an dem Begriff des 3 Liter Autos. Es bedeutet, dass dieses Haus besonders effizient im Energiesparen ist. Das Drei-Liter-Haus liegt zwischen dem Heizwärmebedarf eines Niedrigenergiehauses und eines Passivhauses. Der Heizenergiebedarf beträgt bei einem Drei-Liter-Haus bezogen auf eine Fläche von einem Quadratmeter Wohnfläche jährlich nicht mehr als drei Liter Heizöl.